Covid-19 – Katja Sütterlin gilt als geheilt entlassen

Covid-19 – Katja Sütterlin gilt als geheilt entlassen

Die Corona Pandemie hält die Welt derzeit fest im Griff. Täglich steigen die Zahlen der Neuinfizierungen und Todesfälle. Die USA hat China längst überrundet und in Italien und Spanien zeichnet sich kein Ende der Ausbreitung ab.
Dies ist jedoch kein Grund zu Hysterie und Panik. Dies belegen die Zahlen des Infoportals worldometers.info. 81 % der abgeschlossenen Fälle überlebten und bei 95 % der derzeit weltweit positiv Getesteten verläuft die Krankheit mild.
Schlimm trifft es die Risikogruppen. Diese gilt es zu schützen. Daher stellt das Interview mit Katja Sütterlin kein Freibrief für einen leichtsinnigen Umgang mit dem Virus Sars-CoV-2 dar. Sie gilt als geheilt entlassen. Im Gespräch mit Christa Stuber berichtet sie über den Verlauf der Infektion. Vielen Dank, Katja.

Katja Sütterlin hat das Corona Virus gut überstanden


Katja Sütterlin ist Schweizerin. Die kaufmännische Angestellte entschloss sich, eine neue berufliche Laufbahn einzuschlagen.

Derzeit absolviert die 49-Jährige eine duale Ausbildung an der höheren Fachschule in Winterthur (ZAG) zur Eidg. dipl. Pflegefachfrau mit Schwerpunkt Psychiatrie und steht kurz vor ihrem Abschluss

      

     


  • Katja, wie hast du deine ersten Symptome bemerkt und welche waren das?
    Meine ersten Symptome waren leichtes Fieber, Gliederschmerzen, aber vor allem der komplette Verlust des Geschmacks- und Geruchsinns.

  • Wie hast du reagiert und wo hast du dich testen lassen?
    Ich habe unverzüglich meinen Arbeitgeber informiert, da ich bereits den Verdacht hatte, positiv zu sein. Getestet wurde ich im Spital in Horgen, allerdings nur, weil ich im Gesundheitswesen tätig bin und die Tage zuvor Kontakt mit Patienten hatte.

  • Wie funktionierte der Test?
    Der Arzt nahm einen Abstrich vom Rachen und von der Nase. Das war eine unangenehme Prozedur, da er das Teststäbchen ziemlich weit in die Nase einführte.

  • Wo warst du in Quarantäne, im Krankenhaus oder zuhause?
    Die zweiwöchige Isolation verbrachte ich zu Hause. Da ich keine schwerwiegenden Krankheitssymptome hatte, war ein Krankenhausaufenthalt nicht erforderlich.

  • Wo hast du dich eventuell angesteckt, was geschah mit deinem Umfeld?
    Angesteckt habe ich mich vermutlich im Fitnessstudio. Mein Partner, der in Deutschland lebt und vor Krankheitsausbruch noch das Wochenende mit mir verbrachte, zeigte keine Krankheitssymptome. Auch mein 17-jähriger Sohn, der bei mir im Haushalt lebt, hat sich nicht angesteckt bzw. zeigte keine Symptome von Corona.

  • Wie war das Krankheitsgefühl, hattest du Schmerzen, wenn ja, welche?
    Ich fühlte mich generell sehr müde, hatte im Krankheitsverlauf starke Kopf- und Gliederschmerzen. Allerdings kaum Husten und auch keine Atemprobleme.

  • Was für Medikamente oder welche Behandlung hast du bekommen?
    Da Viruserkrankungen grundsätzlich nicht medikamentös behandelt werden können, verschrieb mir der Arzt ein Medikament, um die Krankheitssymptome zu lindern. Mephadolor Neo auf der Basis vom Wirkstoff Mefenacin (Anm.: Zur Fiebersenkung und Schmerzlinderung bei Grippeerkrankungen besonders im Bereich der oberen Atemwege).

  • Wurdest du erneut getestet?
    Getestet, ob ich nach Krankheitsverlauf nun negativ bin, wurde ich nicht.

  • Gibt es Nachfolgebehandlungen?
    Eine Nachfolgebehandlung wird es nicht geben. Ich gelte nun – gemäß aktuellen Erkenntnissen – als immunisiert gegen das Corona-Virus.

  • Kannst du schon wieder arbeiten?
    Nach der zweiwöchigen Isolation bin ich nach genau 16 Tagen an meinen Arbeitsplatz in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich zurückgekehrt.

  • Wie fühlst du dich inzwischen?
    Mir geht es wieder sehr gut und ich fühle mich vollständig gesund.