Brasilien vom 30.10. – 09.11.2015

Sao Paulo:

Der Flug von Zürich nach Sao Paulo verlief problemlos  ab. Wir verbrachten drei Nächte bei meinem Cousin Bernhard, seiner Frau Anette und deren Sohn Paul. Das war ein ganz toller Einstieg, denn Anette entpuppte sich als exzellente Reiseführerin und Bernhard als kundiger Chauffeur. So erhielten wir Einblick in ein Expatleben in einer brasilianischen 12 – 20-Millionen Stadt und konnten uns bequem zurücklehnen.

Bei schönem Wetter  ging es zunächst in die Altstadt. Die Kathedrale, ein Hochhaus mit italienischer Villa drauf, der lokale Markt und die Markthallen waren erste Stationen. Ein Bummel durch die Straße der Graffiti und durch die Kneipen des Szenenviertels Vila Madalena – mit Choppis, den kleinen, kalten Biergläsern, und Sambamusik, ergänzten unseren ersten Tag.

Die Kathedrale von Sao Paulo
Die Markthallen
Straße der Graffiti

Am Sonntag besuchten wir im Centro Cultural Júlio Prestes, in einem alten umgebauten Bahnhofsgebäude, ein exzellentes Gratiskonzert,  und am Abend durfte eine Churrascaria, mit schmackhaften Fleischspießen, nicht fehlen.

Centro Cultural Júlio Prestes

Montag war Feiertag, sodass Bernhard uns begleiten konnte, das moderne Sao Paulo zu entdecken. Wir bummelten über die Avenida Paulista, die Prachtstraße Sao Paulos, besuchten einen Park, einen Dschungel inmitten des Betondschungels. Abends saßen wir auf der Dachterrasse des Hotel Unique, allerdings war es etwas zu frisch, um draußen zu essen.

Am Dienstagmorgen hieß es Abschied nehmen und Anette brachte uns zum Flughafen Congonhas für unseren Weiterflug nach Fozdo Iguaçu.

Itaipu – Kraftwerk

Am Flughafen erwartete uns Juan, der Sohn von Ole Johanson, dem dänischen Besitzer der Pousada El Refugio. Er brachte uns direkt zum Hydrokraftwerk Itaipu, mit 14,6 GWatt das zweitgrößte Kraftwerk dieser Welt.

Hydrokraftwerk Itaipu
Das Kraftwerk liegt an der Grenze zu Paraguay

Iguaçu – Wasserfälle

Am nächsten Morgen ging es zur brasilianischen Seite der Wasserfälle und tags darauf zur argentinischen. Die Wasserfälle sind gigantisch und bildeten einen Highlight unserer Südamerikareise, auf jeden Fall ist der Besuch ein MUSS und sofern es die Zeit erlaubt, sollte man einen Tag für die brasilianische und einen für die argentinische Seite einplanen und zwar in dieser Reihenfolge. Von Brasilien aus sieht man die Größe und das Panorama – immerhin eines der Sieben Weltwunder – und auf der anderen Seite kommt man mit den Wasserfällen hautnah in Berührung – und wer das Wasser nicht scheut, sollte eine Bootstour unternehmen. Wir waren auf der brasilianischen Seite unter einem Wasserfall und wurden klitschnass, da half auch kein Regencape!

Brasilianische Seite der Wasserfäle
Argentinische Seite der Wasserfälle
Tierwelt an den Wasserfällen

Rio de Janeiro

Am Freitag erreichten wir Rio und stiegen an der Copacabana, dem weltbekannten Strand, ab. Wir fuhren mit der U-Bahn ins Zentrum, um das Opernhaus zu besichtigen, allerdings ohne Erfolg. Aus unerfindlichen Gründen fanden an diesem Tag keine Führungen statt, also bummelten wir einfach durch die Stadt, das ist halt Brasilien.

Copacabana im Dunst
Opernhaus

Für den nächsten Tag hatte ich eine ganztägige Stadtrundfahrt gebucht, jedoch war das Wetter nicht gnädig mit uns. So konnten wir auf dem Corcovado die Christusstatue mehr erahnen als sehen. Am Schluss strichen wir auch die Fahrt zum Zuckerhut, da es einfach nur kübelte. Trotz des Sauwetters war es eine lustige Tour, alles junge Leute aus der halben Welt. Natürlich besuchten wir das weltbekannte Sambadrom, wo Rio Karneval feiert, das Szenenviertel Santa Teresa und natürlich auch das Maracana Fussballstadion, wo Deutschland 2014 Weltmeister wurde. Es war noch ein junger Deutscher mit an Bord und natürlich wurde uns spaßeshalber verboten, am Stadion auszusteigen!

Christusstatue bei Regen

Christusstatue bei Sonnenschein
Café in Rio
Szenenviertel Santa Teresa
Fliesen aus aller Welt
Maracana Fussballstadion

Den Sonntag, das Wetter war etwas besser, verbrachten wir dann einfach an der Copacabana und atmeten die lokale Luft ein. Hinz und Kunz vergnügte sich an der Beach, ob beim Bier, Caipirinha  oder beim Beach-Volleyball, zum Baden war es zu frisch. Am Sonntag wird einfach die halbe Straße für den Autoverkehr gesperrt und zur Jogging- und Radfahrstrecke umfunktioniert.

Am nächsten Tag flogen wir von Rio nach Manaus am Amazonas, um von dort unsere Kreuzfahrt zu starten.

Manaus

Das Beste an Manaus ist die Oper, aber bei einer Führung konnten wir nur Nebenräume besichtigen, da der Aufführungssaal wegen Reparaturarbeiten gesperrt war – so ein Pech! Ansonsten gibt es nicht viel Sehenswertes.

Das Opernhaus am Amazonas
Straßenszene in Manaus
Eindrücke von Manaus

Zentrum von Manaus

Wir hatten für den zweiten Tag eine ganztägige Bootstour gebucht, die wir leider früher verlassen mussten, da unser Schiff wegen Niedrigwasser einige Stunden früher ablegen musste. So haben wir die rosa Delfine verpasst und nur den Zusammenfluss des Rio Negro und Rio Solimoes erlebt, die Geburt des Amazonas. Beide Flüsse fließen über Kilometer hinweg nebeneinander her ohne sich zu vermischen, der Rio Negro fast schwarz, der andere bräunlich hell, ein Phänomen dank unterschiedlicher Wasserzusammensetzung, Temperatur und Dichte.

Zusammenfluss des Rio Negro und Rio Solimoes
Geburt des Amazonas

Danach gingen wir an Bord der Seabourn Quest. Näheres zu unserer 42-tägigen Kreuzfahrt findet sich im Menüpunkt Kreuzfahrten “Manaus – Valparaiso”